DSB-Feed
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Russland-Frage vor Sportgerichtshof CAS: Der DSB und vier weitere Nationalverbände verklagen die FIDE.
Beschwerdeführer ist der Ukrainische Schachverband, der Englische Schachverband, der Estnische Schachverband, der Norwegische Schachverband und der Deutsche Schachbund haben sich angeschlossen. In der Nacht von Montag auf Dienstag reichten diese fünf Schachverbände Klage beim Internationalen Sportgerichtshof CAS in der Schweiz ein. Das bedeutet nicht mehr und nicht weniger, als dass die Verbände sich wehren – gegen die Art und Weise, wie die Entscheidungen bei der Mitgliederversammlung des Weltverbandes FIDE zustande kamen, die russischen Mannschaften mit Flagge und Hymne wieder zu großen Turnieren wie der Olympiade 2026 in Usbekistan zuzulassen. Die Weichen hierfür hatte FIDE-Präsident Arkady Dvorkovich, russischer FIDE-Präsident seit 2018, am 14. Dezember bei der Generalversammlung der FIDE am 14. Dezember gestellt. Eine chaotische Veranstaltung, bei der nach Ansicht zahlreicher internationaler Verbandsvertreter mehrfach das Versammlungsrecht gebeugt worden sei. Darauf hatten mehrere Mitgliedsverbände sofort verwiesen, wurden aber übergangen.
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Problemschachaufgabe 973
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Vom gelungenen Jahresabschluss zum erfolgreichen Start ins neue Jahr
Zweimal mehr als 700 Teilnehmende innerhalb von nur elf Tagen – die DSAM bewies eindrucksvoll, dass sich mit ihr sowohl das Weihnachtsfest als auch der Jahresauftakt bestens verbinden lassen. Kurz vor den Feiertagen gingen in Bonn 716 Schachbegeisterte an den Start, zum Auftakt des neuen Jahres waren es in Potsdam sogar 734. Damit unterstrich die Serie einmal mehr ihre große Attraktivität und ihre besondere Bedeutung für den Breitenschachsport. Unabhängig von Spielstärke oder Alter: Bei der DSAM findet jede und jeder seinen Platz. In Potsdam reichte die Altersspanne von beeindruckenden 91 bis zu gerade einmal sechs Jahren. Der älteste Teilnehmer war Egon Raitza vom SSC Rostock 07, der jüngste Oskar Carlstedt vom Ludwigsfelder Schachclub 54 – zwischen beiden liegen stolze 85 Lebensjahre. Ein bekanntes Gesicht war ebenfalls vor Ort: Oskars Vater IM Jonathan Carlstedt, der mit seinem Schach-Shop Chess Tigers erneut mit einem eigenen Stand vertreten war. Auch für hochklassige schachliche Expertise war natürlich gesorgt: In Bonn stand GM Christopher Noe den Teilnehmenden zur Seite, in Potsdam übernahmen diese Rolle IM David Lobzhanidze sowie GM Robert Rabiega. Ein großer Dank gilt allen Unterstützern, die diese Veranstaltungen möglich machen – allen voran dem Hauptsponsor chessemy sowie Chess Tigers, Schachversand Niggemann, Emanuel-Lasker-Gesellschaft, ChessBase, Kasparov Chess Academy, Stempel Ernst und dem Maritim Hotel. Dazu sagt der Vizepräsident Sport des Deutschen Schachbundes, Prof. Dr. Jürgen Klüners:
„Über die Saison gerechnet sind das ungefähr 50.000 Euro, die wir an Sponsoring bekommen. Das ist ganz, ganz wichtig, damit wir diese Veranstaltungen überhaupt durchführen können.“
Mit diesem starken Rückenwind startet die DSAM motiviert ins neue Jahr – und die nächste Gelegenheit lässt nicht lange auf sich warten: Bereits vom 30. Januar bis 2. Februar 2026 gastiert die Deutsche Schach-Amateurmeisterschaft im Maritim Hotel Ingolstadt -
† Dimo Werner
Dimo Werner ist tot. Der Internationale Meister verstarb, wie erst jetzt in Schachkreisen bekannt wurde, bereits im August 2025 im Alter von 73 Jahren in einem Pflegeheim. Jürgen Brustkern, der Werner gut kannte, informierte uns über seinen Tod.
Dimo Werner bestritt für die BRD insgesamt elf Länderspiele in den Jahren 1980 und 1983. 1980 in Rovinj (Jugoslawien) spielte der noch titellose Werner hinter IM Eric Lobron am zweiten Brett und blieb in seinen fünf Partien mit drei Siegen und zwei Unentschieden ungeschlagen. Die BRD gewann das Turnier vor dem favorisierten Gastgeber.
Beim Mitropacup 1983 in Linz (Österreich) wurde die BRD Zweiter hinter Jugoslawien. Werner, damals bereits FIDE-Meister, spielte an Brett drei hinter den IM Stefan Kindermann und Ralf Lau. (fb) -
DSB-Trainingsprogramm, vierter Streich: Harte Taktik-Nüsse für Mädchen
Teil vier des Super-Tuesday-Trainings im Rahmen des DSB-Mädchen-Schach-Förderungsprojekts U12. „Erneut sehr lehrreich und erfolgreich“, lautete das Fazit von DSB-Frauenschach-Referentin WFM Nadja Jussupow, die die Trainingsserie initiiert hat. Diesmal nahmen 53 Mädchen an der Online-Trainingseinheit mit FIDE-Trainerin WGM Carmen Voicu-Jagodzinskyteil, die hinterher von „sehr aufmerksamen und wissbegierigen“ Spielerinnen berichtete.
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Vorsicht Blitzer! So geht es ins Neue Jahr: "Locker, rasant, familiär."
Der Wechsel erfolgte fliegend. Bis 11 Uhr checkten all die Gäste aus, die Silvester im Kongresshotel am Templiner See gefeiert hatten. Dann kamen die Schachspielerinnen und Schachspieler. Erst das Organisationsteam – jenes Dutzend von Schach-Enthusiasten, die gemeinsam in einer großen Ferienwohnung mit sechs Zimmern den Übergang ins neue Jahr gefeiert hatten, mit einem guten Essen, dem gemeinsamen Gucken von „Dinner for One“. Und wohlgemerkt, ohne zwischen Miss Sophie, Nudeln, Wiener Würstchen und Kartoffelsalat die Arbeit zu vernachlässigen - wie Bilder mit Laptops beweisen. Ohne Vorbereitung geht hier nix. Denn, kaum zu glauben, aber wahr: Das erste Turnier 2026 unter dem Dach des Deutschen Schachbundes lockte sage und schreibe 140 Spielerinnen und Spieler an - da musste der große Kongresssaal als Spielort her. Das als Warm-Up für die Deutsche Schach-Amateurmeisterschaft gedachte Blitzturnier ist längst vom Krabbelkind zum stattlichen Teenager erwachsen. Die 19. Auflage des Blitzturniers zeigte einmal mehr, warum das Format so beliebt ist. Oder, wie es der aus dem Strahlen gar nicht mehr herauskommende Sieger Felix Zenker am 1. Januar um 22.30 Uhr sagte: „Ich liebe Blitzschach. Ich habe zwar nach der Silvesterpartie nur fünf Stunden geschlafen – aber dieses Turnier musste einfach sein und es hat so riesigen Spaß gemacht!“
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Problemschachaufgabe 972
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Problemschachaufgabe 971
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Problemschachaufgabe 970
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Neujahrswünsche und Ausblick
Zum Jahreswechsel möchten wir allen Seniorinnen und Senioren herzliche Neujahrsgrüße senden. Möge das neue Jahr 2026 voller spannender Partien, kreativer Züge und sportlicher Fairness stehen.
Wir wünschen Ihnen Gesundheit, Erfolg und viele inspirierende Momente am Schachbrett.
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Ingrid Schulz, das Auge der DSAM: "Ich mag Schach auf andere Weise."
Sie gehört zur Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft wie "One Night in Bangkok" vor dem Start der Runde. Man könnte auch sagen: Ingrid Schulz hat bei der DSAM Beliebtheitswerte wie einst nur Queen Elizabeth II. bei den Royal-Fans weltweit. Jeder mag die heimliche Königin der Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft, jeder schätzt sie - und das nicht nur wegen ihrer tollen Fotos. Zeit, mit der Turnierfotografin Ingrid Schulz ein Interview zu führen - passend vor dem DSAM-Doppelpack in Bonn (ab Donnerstag) und Potsdam (ab 1. Januar). Zum Turnier in Potsdam treffen sich zehn Mitglieder des DSAM-Organisationsteams bereits am 30. Dezember und feiern dann gemeinsam in einer Ferienwohnung in Brandenburgs Landeshauptstadt ins neue Jahr hinein. „Das erste Mal machen wir das so, aber in diesem Jahr bietet sich das auch einfach an“, sagtIngrid Schulz, das Auge der DSAM. Matthias Wolf vom DSB-Team Öffentlichkeitsarbeit hat mit der Hamburgerin gesprochen.
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Matthias Blübaum und die Mission Kandidatenturnier. "Niemals hätte ich gedacht, dass so viel gespendet wird."
In „Karl – das kulturelle Schachmagazin“ hat GM Matthias Blübaum dieser Tage über seine Vorbereitungen auf das Kandidatenturnier geplaudert. Die Kernbotschaft: Das Projekt steht finanziell auf festen Füßen. Dank zahlreicher Unterstützerinnen und Unterstützer – vorneweg ist hier der Schachverband Württemberg (SVW) mit seinem Präsidenten Dr. Carsten Karthaus zu nennen, der an den DSB mit der Idee zu einer Crowdfunding-Aktion herantrat. Diese Spendenaktion auf Deutschlands größter Spendenplattform betterplace.org läuft noch bis einschließlich 31. Dezember - dann endet auch das SVW-Geschäftsjahr. Und bereits jetzt sind rund 21.000 Euro zusammengekommen. „Niemals hätte ich gedacht, dass da so viel Geld zusammenkommt“, sagt Carsten Karthaus, „ich habe damals gedacht: Wir probieren das einfach mal. Ursprünglich hatte ich erwogen, wir versuchen mal 3.000 Euro zu bekommen - dann habe ich doch den Maximalbetrag eingegeben.“ Das sind 9.999 Euro. Eine Summe, die jetzt zweimal fest erreicht wurde – und nun quasi im dritten Spendenblock weiterläuft. „Wer weiß“, so Karthaus mit einem Lächeln, „was da noch passiert.“ Insgesamt ist es schon jetzt „eine viel größere Summe“ als er erwartet habe, so Blübaum: „Außerdem habe ich erfahren, dass auch der DSB eine Unterstützung für mich zahlt.“ Wie hoch diese sein wird, das wird noch festgelegt. Eines sei aber schon sicher: „Das ist für die Kosten meiner Vorbereitung schon eine extrem große Hilfe.“
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Weihnachts-Turniere: Familie, Wärme - und Schach der Einsamkeit.
Weihnachten ist das Fest der Familie. Und klar, da holt auch mancher mal das Brett und die Figuren raus und spielt im Kreis der Liebsten eine Partie Schach. Aber gleich ein ganzes Turnier? Beim SC Zitadelle Spandau in Berlin haben Weihnachtsturniere Tradition. Gespielt wird auch in diesem Jahr am 23. Dezember, dann weiter an den Tagen vor Neujahr – beim Weihnachts-Festival. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen teilweise von weit her, das Turnier ist bekannt für seine familiäre Atmosphäre. Womit sich der Kreis schließt: Weihnachten, Familie, Schach. Hinzu kommt eine internationale Note. Man könnte sagen: Die Schach-Weisen aus dem, nun ja: erweiteren Morgenland... In diesem Jahr gibt es beispielsweise Starter aus Sri Lanka, von den Philippinen, aus Frankreich, Polen, Österreich und Dänemark. Matthias Wolf vom DSB-Team Öffentlichkeitsarbeit hat dazu Reinhard Giese einige Fragen gestellt. Er ist seit 2019 Vorsitzender des SC Zitadelle Spandau und bildet mit Manfred Strzeletz, Andreas Kötz und Alexander Heimann das Kern-Organisationsteam für das Spandauer Weihnachtsturnier, das übrigens nicht das einzige ist. Bundesweit gibt es weitere. Und warum sie so beliebt sind – bei der Beantwortung dieser Frage wird Giese dann auch mal sehr besinnlich. Denn es kommen auch Menschen ans Brett, denen sonst daheim die Decke auf den Kopf fallen würde.
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Problemschachaufgabe 969
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Für den Doppelschlag geht das DSAM-Team sogar ins Trainingslager
Die Deutsche Schach-Amateurmeisterschaft setzt zum Doppelschlag an - auf den letzten Metern des alten Jahres, und den ersten Metern des neuen Jahres. Zwei Turniere, in Bonn und Potsdam. Zweimal mehr als 700 Teilnehmer. „Das wird noch mal richtig schön intensiv“, sagt Turnierchefin Sandra Schmidt. Und besondere Ereignisse erfordern besondere Maßnahmen: Das DSAM-Team rückt ganz eng zusammen, man könnte sagen: Die Crew geht ins Trainingslager. Und holt sich Verstärkung. Aber der Reihe nach.
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Spieler für die Senioren-Mannschafts-WM im April 2026 in Albanien gesucht
Vom 18. bis 29. April 2026 finden in Durres (Albanien) die Mannschaftsweltmeisterschaften der Senioren statt. Marcel Jügel vom Schachverein Dormagen in Nordrhein-Westfalen möchte dort im Ü50-Wettbewerb mitspielen. Er bat uns dabei mitzuhelfen, interessierte Schachfreunde zu finden, die zusammen in einer Mannschaft spielen möchten. Interessenten melden sich bitte bei Seniorenreferent Wolfgang Cleve-Prinz (). Er leitet die E-Mails an Marcel Jügel weiter. (fb)
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Neuer Leistungssport-Kader: Der DOSB gibt dem DSB klar die Richtung vor.
Die Kommission Leistungssport des Deutschen Schachbundes hat die neue Konzeption Leistungssport beschlossen, die anhand von Vorgaben des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) neue Richtlinien für die Kaderbildung beinhaltet. Es gibt neue Begriffe - und neue Kriterien. Und entsprechend auch Härtefälle, denn die Zeit der alten A-, B-, C- und D/C-Kader ist vorbei. Es gibt nur noch einen Leistungskader, der WK-Kader heißt (Weltklasse) – und einen Perspektiv-Kader (PK-Kader). Was das für einige bedeuten kann, brachte Nationalspielerin WGM Jana Schneider vor einigen Wochen im Podcast „Schachgeflüster“ so auf den Punkt. Damals wirkte sie noch sehr betrübt über die neue Regelung. „Für mich ist das schade.“ Das System sei ihrer Ansicht nach zu starr, sie fürchtet um ihre Zukunft im Nationalteam, müsse vermutlich jetzt bereits ihre Hoffnungen auf die Olympiade in Usbekistan begraben: „Man kommt in den Leistungskader nur noch, wenn man eine Medaille gewonnen hat – und in den anderen Kader nur, wenn man eine bestimmte Wertungszahl hat.“ Das stimmt so nicht ganz, wie ihr eigenes Beispiel nun letztlich zeigt.
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Der weihnachtliche DSB-Newsletter – wieder mit Quiz
In einem Jahr sind über 700 neue Abonnenten und Abonnentinnen dazu kommen – heute bekommen 7.100 Schachfans den neuen DSB-Newsletter in ihr Postfach.
Soviel sei verraten: Sie erwartet heute ein besonderer Newsletter, mit einigen Highlights und exklusiven Informationen. Wir blicken nicht nur auf viele Highlights zurück, sondern klären auch auf, dass nicht alles was dem weihnachtlichen Glühwein- und Gerüchtetopf rund um die zukünftige DSB-Spitze entspringt, auch zutrifft. Anders gesagt: Man sollte Geschenke nicht schon auspacken, bevor sie überhaupt unterm Baum liegen.
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DSB-Präsidentin kritisiert die FIDE - aber Russland kehrt an die Bretter zurück
Es war eine wirre, teilweise verstörende Generalversammlung des Weltverbandes FIDE, berichtet DSB-Präsidentin Ingrid Lauterbach. Mit einem Ergebnis, das aufgrund des russischen Einflusses im Schach nicht überraschend kam: Die FIDE hat die Wiederzulassung russischer Teams beschlossen. Bei der online – und in geheimer Abstimmung (sonst nur für Wahlen üblich und nicht zulässig) - durchgeführten Vollversammlung stimmten 61 Verbände für den Antrag des russischen Schachverbands. Die 51 Gegenstimmen kamen überwiegend von europäischen Verbänden. Fakt ist: Bei Jugendturnieren sind die nationalen Symbole Russlands damit ab sofort wieder zugelassen. Ob auch bei Wettbewerben Erwachsener die russische Fahne gezeigt und die russische Hymne gespielt wird, soll in Abstimmung mit dem Internationalen Olympischen Komitee IOC geklärt werden. Fraglich, ob das IOC sich damit überhaupt befassen werde, so Lauterbach.
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Meilenstein erreicht: 100 Anmeldungen für die Deutschen Senioren-Meisterschaften
Die ersten 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich bereits für die Deutschen Senioren-Meisterschaften im Schach angemeldet. Damit ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum nächstjährigen Schachgipfel erreicht. Unter den Angemeldeten befinden sich mehrere Titelträger, was auf ein besonders hochkarätiges und spannendes Turnier hoffen lässt.
Die Meisterschaften finden im Rahmen des traditionellen Schachgipfels in Dresden statt. Vom 17. bis zum 26. Juli 2026 werden sich die besten Seniorinnen und Senioren Deutschlands im königlichen Spiel messen und um den begehrten Titel kämpfen.