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  1. Die vierte Runde der Deutschen Meisterschaften brachte neue Spannung in der offenen Meisterklasse. Tabellenführer Leonardo Costamusste gegen Alexander Donchenko seine erste Niederlage hinnehmen und verlor damit die alleinige Führung. Davon profitierte Bennet Hagner, der nach einem Remis gegen Dmitrij Kollars die Spitzenposition übernahm. Bei den Frauen marschiert Titelverteidigerin Dinara Wagnerderweil weiter vorneweg und feierte bereits ihren dritten Sieg in Folge.

  2. In drei Etappen ermittelten die Senioren vom 17. bis 19. Juli jeweils nachmittags ihre Deutschen Meister im Schnellschach beim Schachgipfel in Dresden. Gespielt wurden 9 Runden Schweizer System mit einer Bedenkzeit von 15+10 in einem einzigen Turnier, aber dafür in mehreren Kategorien. Gesamtsieger wurde haarscharf vor der Konkurrenz Cliff Wichmann, der damit auch die Kategorie 50+ gewann. Nachfolgend ein Bericht vom DSB-Seniorenreferenten Wolfgang Cleve-Prinz.

  3. Nach drei Runden gibt es in beiden Meisterklassen erstmals eine alleinige Spitzenreiterin. Während Leonardo Costa mit seinem zweiten Sieg in Folge die Führung der offenen Deutschen Meisterschaft übernahm, baute Titelverteidigerin Dinara Wagnerihre Spitzenposition bei den Frauen auf 2,5 Punkte aus. Bennet Hagnergewann sensationell gegen Elo-Favoriten Alexander Donchenko.

  4. Bei den Seniorenmeisterschaften des Deutschen Schachgipfels in Dresden wurden die Schachspieler geehrt, die bereits das 90. Lebensjahr überschritten haben. Die Ehrung würdigte die beeindruckende Lebensleistung und die langjährige Verbundenheit der Teilnehmer mit dem Schachsport.

  5. Nach dem munteren Auftakt am Freitag brachte Runde 2 des Schachgipfels ordentlich Bewegung in beide Tabellenspitzen. Bei den Männern verlor Vortagessieger Luis Engel seine erste Partie, bei den Frauen musste sich Sarah Pappnach ihrem perfekten Start geschlagen geben – während Titelverteidigerin Dinara Wagnermit einem Sieg zur Mitführenden aufschloss.

  6. Der erste Turniertag des Schachgipfels ist in den Büchern und er hatte es in sich. Während sich die Favoriten und Favoritinnen in mehreren Partien nur auf ein Remis einigen konnten, sorgten drei Sieger bei den Männern und eine Alleinläuferin bei den Frauen für die ersten Schlagzeilen der Deutschen Meisterschaft 2026.

  7. Starke Partien, ein spannender Kampf um die Titel und ausgezeichnete Bedingungen – die 34. Auflage unseres Traditionsturniers im Hotel „Maritim" in Magdeburg hat ihrem Ruf alle Ehre gemacht.

    Eröffnet wurde die Meisterschaft mit einer feierlichen Zeremonie. Grußworte sprachen Innenministerin Dr. Tamara Zieschang sowie Regina-Dolores Stieler-Hinz, Bürgermeisterin und Beigeordnete für Kultur, Schule und Sport der Stadt Magdeburg.

  8. Für das von der Projektgruppe Förderung von Mädchen und Frauen im Schach aufgelegte Förderprogramm für innovative Projekte zur Stärkung von Mädchen- und Frauenschach gingen erfreulich viele Bewerbungen ein. Und so hieß es, auswählen, wer ins Förderprogramm aufgenommen wird.

    Die Kriterien zur Auswahl waren, es muss sich um neue, kreative Projekte handeln, die gezielt Mädchen und Frauen im Schach ansprechen. Ein weiteres wichtiges Kriterium war, die Ideen müssen auch von anderen übernommen und durchgeführt werden können. Im Folgenden stellen wir die ins Förderprogramm aufgenommen Projekte vor:

  9. Zehn Tage, 13 Deutsche Meisterschaften, 27 zu vergebende Titel, über 1.000 Teilnehmende und mittendrin die halbe deutsche Schachszene. Ab morgen, dem 16. Juli, verwandelt sich das Internationale Congress Center Dresden bis zum 26. Juli in die Hauptstadt des deutschen Schachs. „Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, aber die Vorfreude auf morgen ist jetzt schon greifbar“, sagt Organisationschef Bernd Vökler. Wer sich bislang Zeitplan, Teilnehmerfelder und Rahmenprogramm zusammensuchen musste, findet hier alles auf einen Blick.

  10. Der Deutsche Schachbund e.V. sucht ab sofort eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter Buchhaltung (m/w/d) zur Unterstützung der Finanzabteilung. Der Deutsche Schachbund e.V. (DSB) ist der Dachverband des Schachsports in Deutschland und vertritt bundesweit die Interessen seiner Mitgliedsverbände und -vereine.

  11. 120 Teilnehmer, das sind zwanzig weniger als im letzten Jahr trafen sich vom 26. Juni bis 4. Juli um den Titel Baden-Württembergischer Seniorenmeister auszuspielen. Dazu gab es 2750 Euro Preisgeld zu gewinnen. Die geringere Teilnehmerzahl ist wahrscheinlich der angekündigten Hitzewelle, mit bis zu 40 Grad in Bad Herrenalb, geschuldet.

  12. Tobias Kügel war Teil des Betreuerstabs der polnischen Frauen beim Gewinn der Team-Europameisterschaft und bereitet mit Klaudia Kulon eine der besten Spielerinnen Europas auf ihre Turniere vor; ihr gibt er damit Sicherheit – am eigenen Brett kämpft der Internationale Meister dagegen immer wieder mit Zeitnot, Selbstzweifeln und der Angst vor falschen Entscheidungen. Vor einem Jahr qualifizierte sich Kügel sensationell für die Meisterklasse der Deutschen Meisterschaften. Nun trifft er in Dresden beim Schachgipfel auf Nationalspieler wie Alexander Donchenko, Dmitrij Kollars und Rasmus Svane. 2362 Elo-Punkte standen vor dem Kandidatenturnier 2025 auf der Uhr, seiner bis dahin größten Krise. Heute, kurz vor der Meisterklasse der Deutschen Meisterschaften, sind es 2361 – auf dem Papier fast derselbe Punkt. Dazwischen aber liegen sein größter Erfolg, eine Performance auf GM-Niveau, der EM-Titel mit den polnischen Frauen und ein erneuter Absturz. Im Interview spricht der 31-Jährige darüber, warum ausgerechnet der Kopf bislang seine größte Schwäche war, was er von seiner Arbeit als Coach für das eigene Spiel lernen kann und weshalb er sich trotz einer schwierigen Saison in der Rolle des Außenseiters wohlfühlt. Kommt nun nach Dresden derselbe Spieler wie vor einem Jahr?

  13. Am 19. Juni 2026 ist Siegfried Müller verstorben. Mit ihm verliert der sächsische und der deutsche Schachsport einen seiner verdientesten Funktionäre – einen Mann, der über Jahrzehnte hinweg mit Herzblut, Organisationstalent und feinem Humor für das Schach in der Oberlausitz, in Sachsen und weit darüber hinaus gewirkt hat.

  14. Jürgen Müller, Vereinschef beim SC Bad Königshofen, und seine Frau Martina, die gute Seele des Vereins, erinnern sich noch genau an den Tag Ende Februar 2022. Der russische Angriffskrieg hatte gerade begonnen, da kam die Kunde aus der Ukraine, dass eine der Spielerinnen des Vereins fliehen will. Olga Babiy, die Großmeisterin, damals hochschwanger, wusste nicht so recht wohin, vielleicht erstmal zu einer Verwandten nach Polen – nur raus aus den Kriegswirren. Müller zögerte nicht lange, fuhr nach Polen – und holte sie ab. „Wir kriegen das hin“, habe er damals gesagt: „Und wir haben es hingekriegt.“ Das Gästezimmer wurde hergerichtet, wo Olga Babiy ein halbes Jahr wohnen konnte. Heute lebt die 37-Jährige mit ihrem Mann Igor Babiy, ihrer Mutter Larisa Kalinina (beide sind auch gute Schachspieler) und weiteren Familienangehörigen in einem Haus der Müllers. 15 Mitglieder der Familie sind mittlerweile in der malerischen Kleinstadt im unterfränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld gestrandet. „Sie sind hier wunderbar integriert, das Verhältnis ist freundschaftlich“, sagt Jürgen Müller: „Und Olga ist eine Frau, die mit beiden Beinen im Leben steht.Olga Babiy schwärmt im Telefonat mit der DSB-Öffentlichkeitsarbeit von der Herzlichkeit der Familie. Derzeit bringt sie Familie, Beruf und Schach prima unter einen Hut. In der Meisterklasse des Schachgipfels von Dresden gilt die Nachrückerin für Elisabeth Pähtz (übrigens bekam sie den Platz auf Empfehlung von Bundestrainer Zahar Efimenko und Frauenschachreferentin Nadja Jussupow) als Geheimtipp. Denn die frisch gebackene deutsche Schnellschach-Meisterin ist prima in Form.

  15. Bereits über 150.000 Kinder kamen, um die „Faszination Schach“ von Großmeister Sebastian Siebrecht als Erlebnisschachprogramm zu rocken. Spiel, Spaß und Begeisterung pur! Das Main-Taunus-Zentrum in Sulzbach ist zum ersten Mal Ausrichter der beliebten Kinderschachinitiative. Bürgermeister Elmar Bociek hat die Schirmherrschaft übernommen. Er wird zusammen mit Centermanager Daniel Quaas und einer Kindergruppe am Montag, den 13. Juli 2026 um 10.00 Uhr den Eröffnungszug der Schachtage ausführen.

  16. Joachim Fleischer ist am vergangenen Samstag, den 4. Juli 2026, im Alter von 91 Jahren verstorben. Mit ihm verliert die deutsche Schachwelt eine ihrer prägendsten und zugleich stillsten Persönlichkeiten – einen Mann, der über Jahrzehnte hinweg dafür sorgte, dass Zehntausende Schachspielerinnen und Schachspieler in Deutschland eine korrekte und verlässliche Deutsche Wertungszahl (DWZ) erhielten.

  17. Am 27. Juni 2026 fand in Berlin das 22. Internationale Tandemschach-Open statt. Es war wie jedes Jahr verbunden mit einem Tandemschachtreffen an den beiden Tagen davor.

    Nach diesen beiden Trainingsabenden im "En Passant"-Schachcafe am Donnerstag (25. Juni) und Freitag hatten wir uns am Samstag (27. Juni) den heißesten Tag des Jahres ausgesucht für die Deutsche und Berliner Tandemschachmeisterschaft in der Staatsbibliothek Berlin in der Potsdamer Straße.

    Bei 41 Grad Außentemperatur haben die deutschen und die Berliner Spieler sich wohl für einen Besuch der umliegenden Seen entschieden. Erstmals war weder eine Berliner noch eine deutsche Mannschaft anwesend. Mit drei Spielern in 10 Mannschaften war Deutschland der Anzahl nach nur auf Platz vier in diesem sehr internationalen Turnier – alle deutschen Spieler hatten jedoch internationale Spielpartner.

    Somit wurde in Abstimmung mit dem Ehrenpräsidenten des Berliner Schachverbandes Carsten Schmidt eine Regeländerung abgestimmt. Deutscher Meister werden die beiden besten deutschen Spieler. Berliner Meister werden die dritt- und viertplatzierten Berliner Spieler.

  18. Viele Menschen denken, Mathematik ist kompliziert, oder dröge. Wetten, dass Matthias Blübaum, studierter Mathematiker und Kandidatenturnier-Teilnehmer im Schach, das völlig anders sieht? Für Blübaum ergänzen sich Mathematik und Schach hervorragend, das hat er zumindest mal erklärt. Das strategische Planen und das Berechnen von Zugvarianten im Schach würden der Herangehensweise an mathematische Probleme ähneln. Georg Braun sieht das genauso. Weshalb er sehr bedauert, dass Matthias Blübaum nicht in der Meisterklasse der Deutschen Meisterschaften (vom 17. bis 25 Juli) startet. Auch Georg Braun, 32, ist Mathematiker – und hat es in die Meisterklasse geschafft. Rein rechnerisch war das eine echte Sensation, auch für ihn selbst, als Experte für Wahrscheinlichkeitsberechnung. Obwohl nur an Position neun gesetzt, wurde er im vergangenen Jahr Zweiter im Kandidatenturnier bei den Deutschen Meisterschaften in München. „Ein super Erlebnis, ein Riesenerfolg, mit dem ich niemals gerechnet habe. Schließlich waren da einige Leute dabei, die eigentlich viel besser spielen können.“ Doch er trat mit 2365 Elo an und performte auf einem 2526-Elo-Niveau. „Das war schon überraschend“, sagt er. Damit holte aus den neun Runden 6,5 Punkte und qualifizierte sich für die Meisterklasse.